Aus Rezensionen zu „Allein“


Ralf Steinberg meint auf fantasyguide.de:
Der jüngste Roman aus der Feder von jon, der Leipzigerin Ulrike Jonack, spielt erwartungsgemäß in ihrem Warén-Universum. In Allein oder Das Erbe der Terraformer begegnet uns Ines Braun wieder, deren Schicksal den Episodenroman Tote Helden bestimmte. Doch man kann auch diesen Roman ohne Vorkenntnisse lesen und verstehen.



Die Namen und Begriffe auf Talla mögen zunächst verwirrend erscheinen, jedoch gelingt es der Autorin sehr schnell, mittels ihrer Figuren Zusammenhänge und Hintergründe zu erläutern ohne auf Infodumps zurückgreifen zu müssen. Sowohl die höher entwickelte Kultur, als auch die Stammeskultur des jugendlichen Rstr werden sehr lebendig.

Hinzu kommt, dass besonders die an Indiana Jones erinnernde Archäologie-Story höchst spannend zu lesen ist. Der Kunstgriff, sich die Geschichte des Planeten durch die Figuren selbst zu erarbeiten, macht großen Spaß. Sehr typisch für jon ist dabei auch der große Anteil an emotionaler Verbindung.

Der wichtigste Part wird dabei durch das Dilemma von Ines Braun gebildet. Sie ist Kapitänin durch den Tod ihres Vorgesetzten geworden und nicht, weil sie sich um dessen Stelle bewarb. Und nun sieht sie sich vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt, die ihre gesamte Besatzung für immer verbannen könnten. Eine einsame Rolle.

jon beschreibt die schwierige Entscheidungsfindung ohne pathetische Ergriffenheit, ohne das übliche Sendungsbewusstsein. Ines Braun ist keine Draufgängerin und muss doch für ihre Mannschaft als Captain funktionieren.



Fazit: Mit »Allein oder Das Erbe der Terraformer« gelingt jon eine frische Science-Fiction-Story um Liebe, Verantwortung und die großen Rätsel des Universums. Im besten Sinne des Wortes eine Space-Opera, die auf knapp 180 Seiten mehr und tiefgründiger zu berichten weiß, als so manche Trilogie.