„Das Lindenblatt 2013“


„Das Lindenblatt“ ist als Jahresschrift für Schöne Literatur deklariert und steht in jedem Jahr unter einem anderen Titelthema. Der dritte Jahrgang (2013) konzentriert sich auf Text zum Thema Arbeitswelt.

Im Impressum des Buches und auf der zugehörigen Website www.das-lindenblatt.info erfährt man, dass die Literaturzeitschrift auf Initiative des Freien Deutschen Autorenverbandes Thüringen hin im Arnshaugk Verlag erscheint. Zum einen enthalten die Bücher erzählende Texte diverser Genres und Lyrik – also Belletristik im engeren Sinne –, zum anderen werden journalistische Beiträge vom Veranstaltungsbericht über die Rezension bis zum Essay abgedruckt.

Soweit zur sachlichen Information. Mein Bild vom „Lindenblatt 2013“ ist sehr zwiegespalten. Zum einen schätze ich Ambitionen zur Unterstützung heutiger Autoren, zum anderen ist das aber nicht mit niedrigeren Ansprüchen an das Handwerk „Büchermachen“ verbunden. Beispiel: Wer 2013 noch penetrant alle Texte in alte Rechtschreibung umeselt, dem nimmt man kaum ab, dass er sich moderne Literatur einsetzt. Ich habe mich, das gebe ich zu, geärgert, dass auch meine Rezi dadurch mit einer Staubschicht von Gestrigkeit überzogen wurde. Bei dem Thema (DDR) doppeldeutig und fern meiner Intensionen.

Unabhängig davon ist das Buch keine echte Schmökerware, sondern eher was für Leute, die Lesearbeit nicht scheuen. Das hängt zum einen mit der Mischung der Textarten zusammen, zum anderen mit der Qualität der Texte und nicht zuletzt auch mit einem unglücklichen Satz (zu zarte Schrift, fehlende Einzüg e).

Schade.